Social Media lohnt sich nicht? Mein ehrliches 3-Monats-Experiment mit überraschenden Zahlen

Shownotes

209 / Du fragst dich, ob sich Social Media für dich noch lohnt? Ich hab mich das gefragt und ein Experiment gemacht – und Instagram 4 Monate lang pausiert. Heute teile ich mit dir im Podcast die Ergebnisse. Und ja, die haben mich überrascht: Weil ich Instagram pausiert habe, ist meine Podcast-Reichweite massiv eingebrochen. Gleichzeitig kamen zwei Auftragsanfragen über LinkedIn. Die Zahlen beweisen: Reichweite und Akquise sind nicht dasselbe – und du musst deine Kanäle strategisch wählen.

In dieser Folge erfährst du:

  • Warum Instagram für meinen Podcast unverzichtbar ist – obwohl ich dort noch nie einen Auftrag bekommen habe
  • Wie LinkedIn mir trotz geringer Klickzahlen zwei passende Auftragsanfragen brachte und warum das kein Zufall ist
  • 3 sofort umsetzbare Strategien, um deine Akquise datenbasiert zu optimieren (inkl. Einblick in meine Methode zur Dokumentation)

Für wen ist diese Folge? Kreative Selbstständige, die sich fragen, ob sie Social Media falsch nutzen – oder ob sie die Plattformen ganz weglassen sollten. Besonders relevant, wenn du Sichtbarkeit aufbauen oder Auftragsakquise machen willst.

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Alle Infos zur Folge #209 inklusive Links und einem kompletten Transkript findest du in den Shownotes.


Im Portfolio-Podcast erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst, und wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag von selbstständigen Designer:innen und Illustrator:innen so mit sich bringt.

Dr. Franziska Walther ist selbst Designerin, Illustratorin und Autorin – und Expertin für Positionierung und Akquise in der Kreativwirtschaft. Sie unterstützt seit über 15 Jahren Menschen dabei, sich in der Kreativwirtschaft nachhaltig zu positionieren und wirksame Akquise zu machen.


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*Disclaimer: Der Podcast will und kann eine rechtssichere, psychotherapeutische oder medizinische Beratung nicht ersetzen. Die hier geteilten Inhalte basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind konkrete Einzelfall-Beschreibungen. Deshalb hafte ich nicht für die hier geäußerten Inhalte. Die zur Verfügung gestellten Informationen begründen auch kein Beratungsverhältnis. Bitte triff deine Entscheidungen für dich selbst und hole dir im Zweifelsfall rechtliche oder andersweitige Unterstützung. Die gesammelten Informationen spiegeln den Stand des Veröffentlichungsdatums wider.

Transkript anzeigen

00:00:00: Dr. Franziska Walther: Heute berichte ich dir von einem schmerzhaften Moment, den ich vor kurzem hatte und in dem ich begriffen habe: Ich brauche Instagram. Die Zahlen beweisen es. Dazu gebe ich dir heute Einblick in ein Experiment, das ich die letzten vier Monate gemacht habe. Ich habe nämlich im April von heute auf morgen aufgehört, auf Instagram zu posten und parallel habe ich auf LinkedIn Gas gegeben.

00:00:24: Dr. Franziska Walther: Jetzt, nach vier Monaten, habe ich mir die Zahlen angesehen und war überrascht von dem, was ich da schwarz auf weiß auf meinem Papier darstellte. Instagram-Reichweite gegen null. Podcast-Reichweite im Prinzip halbiert, aber zwei Auftragsmörder auf LinkedIn. Du erfährst heute also hier, was ich in meinem Social Media Experiment gelernt habe, welche Konsequenzen ich daraus ziehe. Und ich teile mit dir auch drei konkrete Strategien, die du sofort ab heute für deine Akquise nutzen kannst.

00:00:56: Dr. Franziska Walther: Kurze Randnotiz: Der Paukenschlag, den ich letzte Woche hier groß angekündigt habe, der kommt erst nächste Woche. Dauert noch ein kleines bisschen ... und es hat auch so ein Mini-Mü mit der heutigen Episode zu tun. Und in diesem Sinne: Herzlich willkommen im Portfolio-Podcast. Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt.

00:01:27: Dr. Franziska Walther: Mein Name ist Dr. Franziska Walther. Ich bin selbst Designerin, Illustratorin und Autorin. Und jetzt geht es los. Vielleicht erinnerst du dich noch? Ende März habe ich hier ganz groß im Podcast verkündet, dass ich meine Positionierung überarbeite, um sie zu schärfen. Und ich habe mich damals gefragt, wie ich mir dafür Zeit freischaufeln kann. Darüber habe ich in Folge 199 gesprochen.

00:01:50: Dr. Franziska Walther: Damals habe ich überlegt, was mir gefühlt am wenigsten bringt und was trotzdem viel Zeit kostet. Und ja, gefühlt ist hier das richtige Wort. Meine Entscheidung war damals Bauch-basiert, nicht Zahlen-basiert. Aber ich wünschte mir mehr Zeit. Und mit diesem Gedanken habe ich mich damals entschieden, Instagram zu pausieren. Der letzte regelmäßige Instagram-Post ging dementsprechend am 26. März 2026 online.

00:02:19: Dr. Franziska Walther: Mir war damals schon klar, dass ich das auch so ein bisschen als Experiment sehe, um zu überprüfen, was mir Instagram eigentlich bringt. Darüber hatte ich nämlich schon eine Weile nachgedacht und vielleicht geht dir das ja auch so? Als Designerin und Illustratorin weiß ich ganz sicher, dass Instagram für mich als Akquise-Kanal wenig bringt. Denn ich habe wirklich noch nie über Instagram einen Auftrag bekommen.

00:02:44: Dr. Franziska Walther: Klar, es gibt Kolleg*innen, bei denen das anders ist, aber bei mir kann ich ganz sicher sagen: Ich bin seit 2013 auf Instagram und ich habe sage und schreibe null Aufträge über die Plattform bekommen. Die guten Instagram-Jahre, in denen Illustrator*innen auf Instagram gepusht wurden, also so von 2014 bis wahrscheinlich so 2018, die habe ich damit verbracht, Katzenfotos zu posten.

00:03:11: Dr. Franziska Walther: Und als ich dann einige Jahre später auf den Zug aufspringen wollte, da waren die goldenen Instagram-Zeiten für Illustrator*innen schon längst vorbei. Aber in den letzten fünf Jahren habe ich Instagram ja nicht für mich als Akquise-Kanal für meine Illustrations- und Design-Leistungen genutzt, sondern als Sichtbarkeits-Kanal für meinen Podcast. Hier geht es mir also nicht um direkte Auftragsanfragen von potenziellen Kund*innen, sondern darum meinen Podcast sichtbar zu machen.

00:03:40: Dr. Franziska Walther: Vor zum Beispiel dir. Also vor zum Beispiel Illustrator*innen, Designer*innen. Also Menschen, die in der Kreativwirtschaft arbeiten. Und auch wenn du keinen Podcast hast – wahrscheinlich. Vielleicht. Weiß ich nicht – du brauchst immer auch Sichtbarkeitskanäle für deine Akquise. Also Kanäle, auf denen Menschen dich ohne Bezahlschranke oder ohne Honorar und auch gern erst einmal anonym kennenlernen können. Ein Sichtbarkeitskanal zeichnet sich dadurch aus, dass deine potenziellen Kund*innen dort schon sind.

00:04:13: Dr. Franziska Walther: Deshalb muss ein Sichtbarkeitskanal also auch kein soziales Netzwerk wie Instagram oder LinkedIn sein. Auch auf Netzwerktreffen, mit Messebesuch, Vorträgen oder klassischer Pressearbeit kannst du vor deinen potenziellen Kund*innen sichtbar werden. Weil zum Beispiel auf Buchmessen sind die ja, also das sind ja potenzielle Kund*innen. Die Sichtbarkeits-Frage für dich ist also: Auf welchem Kanal erreichst du am einfachsten viele deiner potenziellen Kund*innen?

00:04:43: Dr. Franziska Walther: Im März konnte ich das nicht so sicher sagen. Also für mich, meinen Podcast und für Instagram. Klar, auf Instagram sind wirklich viele Kolleg*innen unterwegs. Aber lohnt sich der Aufwand, den ich da wöchentlich betreibe, wirklich? Das habe ich mich damals gefragt. Und es war Zeit, das herauszufinden. Deshalb habe ich mich auf dieses Experiment eingelassen und Instagram für drei Monate nicht bespielt.

00:05:07: Dr. Franziska Walther: Parallel habe ich aber auch angefangen, LinkedIn stärker und aktiv zu nutzen. Auch ein bisschen, um zu schauen, ob LinkedIn für den Podcast ein alternativer Sichtbarkeitskanal sein kann. LinkedIn finde ich nämlich insgesamt weniger zeitaufwendig und es ist für mich auch deutlich weniger anstrengend. Das liegt zum großen Teil daran, dass es dort weniger Videos gibt. Es bewegt sich also insgesamt weniger.

00:05:31: Dr. Franziska Walther: Und auf LinkedIn verbrate ich eben auch deutlich seltener meine wertvolle Arbeitszeit mit Dingen wie zum Beispiel Eichhörnchen-Videos schauen. Lange Rede, kurzer Sinn: Mein Social Media Experiment ging am 1. April los mit Instagram-Pause und mehr LinkedIn. Und das Experiment ging bis Ende Juni. Also eigentlich nur drei Monate. Denn dann kam die Podcast Pause. Fünf Wochen lang, in denen ich weder auf Instagram noch auf LinkedIn gepostet habe.

00:06:00: Dr. Franziska Walther: Und es gab auch keine neuen Podcast-Folgen. Als ich mir dann letzte Woche mit der ersten Folge nach der Sommerpause meine Downloadzahlen von Podcast angeschaut habe, hat es mich also erst mal nicht so wirklich überrascht, dass die Zahlen gerade deutlich niedriger sind als üblich. Sommerpause und so. Aber dann habe ich die Download-Übersicht über die letzten sechs Monate aufgemacht und dann bin ich fast vom Stuhl gefallen, denn das Diagramm sah aus wie so eine fröhliche Schlittenfahrt ins Tal.

00:06:33: Dr. Franziska Walther: Seit April sind meine Zahlen kontinuierlich und signifikant immer mehr geschrumpft. Klar, den Juli, den kann ich nicht so richtig mit einrechnen. Das ist ja die Sommerpause. Aber die Schlittenfahrt ging schon deutlich früher los, und zwar exakt im April, genau in dem Monat also, in dem meine Instagram-Pause losging. Zuerst hat mich das wirklich geschockt und ich habe wie so ein Reh mit großen, weiten Augen auf den Screen geschaut.

00:07:02: Dr. Franziska Walther: Dann habe ich mich kurz mal geschüttelt, meinen Forschergeist ausgepackt und mir die konkreten Zahlen angesehen, damit aus dieser emotionalen Schlittenfahrt etwas Konkretes wird, von dem ich lernen kann. Und dazu habe ich mir zuallererst mal die Podcas-Reichweite genauer angesehen. Und ja, die Downloadzahlen sind von März zu Juni auf 60 % geschrumpft. Die Zahlen während der Sommerpause im Juli, die habe ich nicht mit einbezogen in meine Analyse, denn das würde das Ergebnis ja verzerrt sehen.

00:07:35: Dr. Franziska Walther: Aber gleichzeitig ist es ja auch so, dass es auch saisonale Unterschiede gibt. Beim Podcasten genauso wie in der Akquise ist in den Sommermonaten einfach mal deutlich weniger los als üblich, weil wahrscheinlich alle gerade am Strand liegen. Deshalb habe ich mir auch noch einmal als Gegenchecken die gleichen Zahlen in 2025 angesehen. Und ja, auch in 2025 ist die Reichweite von April bis Juni gesunken.

00:08:02: Dr. Franziska Walther: Wegen des saisonalen Sommerlochs. Aber eben nur auf 89 %, nicht auf 60%. Parallel dazu habe ich mir die Veränderungen auf meinem Instagram-Account angesehen. Die Reichweite auf Instagram ist während der Instagram Pause von durchschnittlich 140.000 Views pro Monat innerhalb von sechs Wochen auf ein Tief von 2.500 Views pro Monat gesunken. Das sind nur noch 1,75 % meiner früheren Reichweite.

00:08:32: Dr. Franziska Walther: Der Account ist also sprichwörtlich eingeschlafen. Aber um bewerten zu können, ob die Podcast-Schlittenfahrt wirklich an meiner Instagram-Pause liegt, dazu brauche ich noch ein paar weitere Zahlen. Denn ich nutze Instagram ja, um Menschen auf neue Podcast-Folgen aufmerksam zu machen. Und ein Indiz, ob das funktioniert ist, wenn Menschen von Instagram auf meine Webseite gehen. Deshalb habe ich mir dann im zweiten Schritt auch die Besucherzahlen meiner Website angesehen und genau geschaut, wie viele Menschen denn eigentlich pro Monat auf den Link in meiner Instagram-Bio klicken.

00:09:08: Dr. Franziska Walther: Und ja, auch hier gab es eine Schlittenfahrt. Denn im Vergleich zum Frühling ist die Besucherzahl auf 42 % geschrumpft. Gleichzeitig ist mir beim Zahlen-Check aber noch was anderes aufgefallen, denn die Besucherzahlen von LinkedIn haben sich in der gleichen Zeit verdoppelt. Das war allerdings auch wirklich gar nicht schwer, denn im März kamen von LinkedIn durchschnittlich fünf Personen pro Monat auf meiner Seite an.

00:09:32: Dr. Franziska Walther: Und jetzt sind es ungefähr zehn Personen pro Monat. Und das, obwohl ich während meines Social Media Experiments, also als ich Gas gegeben habe auf LinkedIn, da bin ich durchschnittlich auf 20.000 Views pro Monat gekommen. Hier mal so ein Vergleich: Instagram hat in meinen Reichweite-Hochzeiten bei mir auch gerne mal 250 Personen pro Monat auf meine Seite geleitet.

00:09:55: Dr. Franziska Walther: Aber – und hier kommt ein zweiter Punkt, der mich wirklich überrascht hat – seit April habe ich auf LinkedIn Gas gegeben. Ich habe also wirklich sehr regelmäßig gepostet. Davor habe ich zwar auch schon einigermaßen regelmäßig auf LinkedIn gepostet, aber öfters mal eine Woche ausgelassen. Während des Experiments habe ich wirklich versucht, mindestens einen Beitrag pro Woche und wenn möglich sogar auch mal zwei Beiträge pro Woche zu posten.

00:10:19: Dr. Franziska Walther: Wie gesagt, das führt jetzt nicht dazu, dass signifikant mehr Menschen auf meiner Webseite angekommen sind, aber ich habe im Juli zwei Auftragsanfragen über LinkedIn bekommen. Ganz ehrlich, in der AuftragsAkquise ist die Reichweite ja am Ende total schnuppe, wenn denn nur die richtigen Aufträge ankommen. Wenn unter den zehn Personen, die LinkedIn auf meine Webseite schickt, zwei dabei sind, die einen passenden Auftrag anfragen, dann erfüllt LinkedIn seinen Zweck als Akquise-Kanal vollkommen.

00:10:49: Dr. Franziska Walther: Trotz der geringen Klickzahlen! Wichtiger Hinweis: Beide Anfragen kamen von Menschen, die mich schon eine Weile kennen. Für mich persönlich funktioniert LinkedIn also besonders gut, um mich regelmäßig in meinem Netzwerk in Erinnerung zu rufen, damit die richtigen Menschen im richtigen Moment an mich denken. Und jetzt fragst du dich bestimmt, was für Konsequenzen ich jetzt aus dieser Analyse ziehe. Zuallererst muss ich sagen: Es hat erstaunlich wehgetan, schwarz auf weiß in Zahlen zu sehen, wie doll meine Reichweite eingebrochen ist.

00:11:22: Dr. Franziska Walther: Und ja, ich weiß, das ist kein Dauerzustand. Das wird sich auch wieder ändern. Aber das ist ja etwas, was du wahrscheinlich auch kennst. Dieses schmerzhafte Gefühl, wenn die Reichweite nicht so ist, wie man das gerne hätte. Und mit diesem schmerzhaften Gefühl im Bauch musste ich mir dann eine unbequeme Wahrheit eingestehen. Mein Podcast braucht Instagram. Zumindest so lange, bis ich mir eine gute alternative Plattform aufgebaut habe, auf der sich ähnlich viele kreative Selbstständige tummeln, die regelmäßig auch mal auf einen Link klicken, um eine Podcastfolge zu hören.

00:11:56: Dr. Franziska Walther: Vielleicht fragst du dich ja jetzt, warum denn nicht LinkedIn, Franziska? Aus genau dem Grund! Für die Akquise halte LinkedIn in 2026 für eine wirklich gute Sache. Die drei Monate Experiment haben mich wirklich überzeugt. Aber für meinen Podcast funktioniert LinkedIn deutlich schlechter als Instagram. Menschen klicken so wie es aussieht einfach deutlich weniger auf Links auf LinkedIn. Okay. Das ist also die erste Erkenntnis.

00:12:22: Dr. Franziska Walther: Instagram muss sein und ich füge mich meinem Schicksal. Ich komm zurück. Dementsprechend habe ich mir jetzt einen Plan überlegt, wie ich meinen Instagram-Account aus dem Dornröschenschlaf zurückholen. Wie will ich das machen? Mit einem großen Paukenschlag, der nächste Woche stattfindet. Und der startet mit vier Wochen Vollgas auf Instagram. Denn der Instagram-Algorithmus stuft Accounts schnell mal als inaktiv ein, wenn nichts gepostet wird.

00:12:50: Dr. Franziska Walther: Dazu gibt es keine offiziellen Zahlen von Meta, wann das passiert. Aber üblicherweise sieht man spätestens nach 30 Tagen einen signifikanten Reichweite-Einbruch und der kann eben auch mit einer Klassifizierung einhergehen von »relevant« zu »irrelevant«. Um hier dem Algorithmus ein klares Zeichen zu geben, dass mein Account wieder aktiv ist, habe ich mir vorgenommen, in den ersten vier Wochen mindestens.

00:13:15: Dr. Franziska Walther: ... jetzt kommt's ... drei Mal pro Woche zu posten. Das ist wirklich viel. Und damit ich das zeitlich auch packe, habe ich jetzt schon 13 Posts vorbereitet, um so einen gewissen Vorsprung zu haben. Das heißt, der erste Monat ist schon erledigt. Und nein, ich habe keine Ahnung, ob das funktionieren wird. Aber auch das sehe ich, wie auch meine Instagram-Pause, als ein Experiment.

00:13:39: Dr. Franziska Walther: Mal sehen, was ich dabei lerne und ich werde dir berichten, was ich dabei herausfinde. Apropos lernen: Ich habe dir ja zu Beginn versprochen, meine Learnings mit dir zu teilen und deshalb habe ich jetzt noch drei konkrete Dinge formuliert, die du eins zu eins für deine Akquise übernehmen und sofort umsetzen kannst. Lass uns mal beginnen mit Learning Nummer eins und es heißt: Dokumentiere deine Akquise.

00:14:03: Dr. Franziska Walther: Du hast es ja gehört. Für meine Analyse brauchte ich konkrete Zahlen und das hat mir noch einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Akquise-Zahlen zu dokumentieren. Der Schock zu Beginn, der war emotional. Aber das, was geholfen hat, den Schock in etwas Konstruktives umzuwandeln, das waren Daten. Dabei habe ich gemerkt, wie froh ich bin, dass ich schon seit vielen Jahren konkrete Statistik-Daten jeden Monat einsammele. Bestimmte Dinge hätte ich nicht vergleichen können ohne dieses Zahlen-Archiv.

00:14:34: Dr. Franziska Walther: Deshalb ist mein Learning Nummer eins, das ich dir gerne mitgeben möchte: Dokumentiere deine Akquise mit konkreten Zahlen. Ich selbst nutze dafür seit Jahren einfache Tabellen, aber vor ein paar Monaten habe ich angefangen, mir eine ganzheitliche Datenbank aufzubauen, in der ich auch mein gesamtes Projektmanagement inklusive Zeit-Tracking und Akquise-Dokumentation mache. Kurze Randnotiz in eigener Sache: Sobald ich mir hier sicher bin, dass die Datenbank wirklich gut und fehlerfrei funktioniert, teile ich diese auch als Vorlage in der Portfolio-Akademie bzw. in meinem 14 wöchigen Live-Gruppen-Programm.

00:15:11: Dr. Franziska Walther: Wenn du dazu auf dem Laufenden bleiben willst, dann trage dich doch gern unverbindlich auf die Warteliste ein. Den Link dazu findest du in den Shownotes. Okay, lass uns mal weitermachen mit Learning Nummer zwei und das heißt: Wähle deine Social Media Kanäle gemäß deiner Zielsetzung. Eine Sache ist mir durch meine Analyse bewusst geworden. Ob Social Media etwas bringt oder nicht,

00:15:35: Dr. Franziska Walther: das kann man einfach nicht verallgemeinern. Klar, ich habe noch nie einen Auftrag über Instagram bekommen, aber für die Sichtbarkeit vom Podcast funktioniert Instagram. Die Frage ist also: Was willst du in den sozialen Netzwerken erreichen? Willst du deine Veranstaltungen, Events, Lesungen und Ausstellungen sichtbar machen oder deine eigenen Produkte verkaufen? Dann halte ich es für eine ziemlich gute Idee, Instagram ganz bewusst dafür auszuprobieren.

00:16:02: Dr. Franziska Walther: Willst du aber eher passive Auftragsakquise machen, dann ist LinkedIn wahrscheinlich sinnvoller, denn dort bewegen sich die Menschen, die dich beauftragen können. Und ganz ehrlich: Für drei Monate Vollgas halte ich meine zwei Auftragsanfragen über LinkedIn für einen echt guten Akquise-Output. Da steht klassische Akquise in nichts nach. Die Frage, die ich dir deshalb mitgeben möchte, ist folgende: Was genau willst du auf deinen Social Media Kanälen erreichen?

00:16:30: Dr. Franziska Walther: Das muss ja nicht überall das Gleiche sein. Ganz ehrlich. Sollte es sogar nicht. Und wenn du dir hier klar ist über dein Ziel, dann schau mal: Welcher Kanal bringt dir aktuell für genau dieses Ziel am meisten und welchen nutzt du vielleicht auch nur aus Gewohnheit? Okay, und dann lass uns weitermachen mit Learning Nummer drei: Fokussiere dich auf langfristige Ziele.

00:16:54: Dr. Franziska Walther: Denn zu guter Letzt habe ich auch gemerkt, dass bei all dem Schlittenfahrt-Drama es mir hilft, mich daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist. Langfristig. Es ist sehr, sehr leicht, sich wirklich, wirklich schlecht zu fühlen, wenn die Reichweite sinkt. Und wenn man heute einfach nicht die Akquise-Ergebnisse hat, die man gern haben möchte. Das Gefühl kennst du bestimmt auch.

00:17:16: Dr. Franziska Walther: Deshalb frage ich mich in so einem Moment sehr gerne: Ist das, was hier gerade aktuell passiert, für das, wo ich in zehn Jahren sein möchte, wirklich relevant? Ich kann mir vorstellen, dass ich mich in zehn Jahren vielleicht noch daran erinnern werde, dass der Sommer 2026 ein Reichweite-Tränental war. Aber ich bin mir auch ganz, ganz sicher, dass es nicht mehr diese Dramatik haben wird, die es heute in meinen schwachen Momenten vielleicht manchmal hat.

00:17:44: Dr. Franziska Walther: Reichweite ist ein Mittel zum Zweck, kein konkretes Ziel. In diesem Kontext habe ich mich auch noch einmal daran erinnert, was mein Ziel ist. Wo will ich zum Beispiel in zehn Jahren sein? Warum mache ich das überhaupt? Und was will ich damit in der Welt bewirken? Und ja, ich möchte mit meiner Arbeit Selbstbestimmung kultivieren. Ich möchte, dass meine Arbeit dabei hilft, dass Menschen selbstbestimmte Entscheidungen treffen, wirtschaftlich wie künstlerisch.

00:18:10: Dr. Franziska Walther: Das möchte ich mit meinem Podcast erreichen, mit meinen Beratungsleistungen, mit meinen Designleistungen und mit meinen Illustrationsleistungen. Ich möchte Menschen dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und mutig los zu stiefeln, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Und deshalb stelle ich dir die gleiche Frage, die ich mir auch gestellt habe: Wo willst du denn mit deiner Selbstständigkeit hin?

00:18:34: Dr. Franziska Walther: Was willst du denn bewirken in der Welt? Und wo willst du zum Beispiel in zehn Jahren sein? Denk mal kurz drüber nach. Das sind drei wirklich große Fragen. Hast du’s? Okay. Schreib es mal gleich auf. Genau. Ja, Das war mein ehrlicher Einblick in mein Social Media Experiment. Und jetzt bin ich gespannt. Was nimmst du denn daraus mit? Schreib mir gerne – diese Woche nur auf LinkedIn, aber ab nächste Woche auch wieder auf Instagram.

00:19:03: Dr. Franziska Walther: Und an dieser Stelle habe ich auch noch eine kleine Bitte an dich. Wie letztes Jahr auch möchte ich dich sehr, sehr gern einladen. an meiner Umfrage »Akquise in den sozialen Netzwerken« teilzunehmen. Die Umfrage ist kostenlos. Ich bin dir total dankbar, wenn du daran teilnimmst. Das ganze dauert wirklich nur drei Minuten und mit deiner Hilfe und den Ergebnissen der Umfrage, die ich dann natürlich hier im Podcast teile, können dann kreative Selbstständige datenbasiert gute Akquise-Entscheidungen treffen.

00:19:31: Dr. Franziska Walther: Das ist das Ziel der Umfrage. Den Link zur Umfrage findest du in den Shownotes. Wenn du mitmachst, dann danke ich dir wirklich ganz, ganz doll. Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Wir hören uns wieder. Nächste Woche. Ich freue mich auf dich. Bis dahin. Tschüss!

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