Vom Portfolio zur Marke: Warum ich meinen Podcast-Namen ändere (Positionierung Live Pt. 4)
Shownotes
210 / Wenn auf deinen Angeboten draußen etwas anderes draufsteht als drinnen stattfindet, dann ist das ein Problem. Denn dann wird es sehr viel schwerer, mit deinem Angebot die passenden Kund*innen anzuziehen. Und das kostet dich Zeit, Geld und Nerven.
Genau so war das bis heute bei meinem Podcast. Der Name »Portfolio-Podcast« suggerierte Inhalte nur rund ums Portfolio – dabei geht es hier um so viel mehr: ganzheitliche Positionierung, wirtschaftliche Aufstellung, Markenaufbau und langfristige Akquise. Also alles, was du brauchst, um langfristig die richtigen Kund*innen anzuziehen.
In dieser Folge teile ich mit dir, wie ich diese Diskrepanz erkannt und behoben habe – und was du daraus für deine eigene Positionierung lernen kannst.
In dieser Folge erfährst du:
- Warum wir uns so schwer tun, Entscheidungen im Positionierungsprozess zu treffen und wie du diese Blockade umschiffst.
- Warum ich den Podcast-Namen nach viereinhalb Jahren ändere, trotz Muffensausen.
- 3 Positionierungs-Realitäten, ohne die Wachstum unmöglich wird.
- Worauf du beim Umpositionieren achten solltest, um die Risiken klein zu halten (SEO, Wiedererkennung, Markenkern).
- Warum ich mich für eine organische Rebranding-Strategie entschieden habe – statt für den großen Paukenschlag.
Für wen ist diese Folge? Kreative Solo-Selbstständige (Illustrator*innen, Designer*innen, Architekt*innen, Coaches), die sich nachhaltig positionieren und als Personenmarke aufbauen wollen, aber Angst vor Fehlentscheidungen haben.
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Alle Infos zur Folge #210 inklusive Links und einem kompletten Transkript findest du in den Shownotes.
Das ist der Podcast »Vom Portfolio zur Marke | Business-Strategien für Kreative«, der bis zum 12. August 2026 »Der Portfolio-Podcast | Erfolgreich in Illustration und Design« hieß.
Hier erfährst du, wie du dich mit deiner kreativen Arbeit als starke Marke positionierst, damit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und mit selbstbestimmten Entscheidungen deine Selbstständigkeit so gestaltest, dass dein Herz auch in Zukunft noch für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer Solo-Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Dr. Franziska Walther ist selbst Designerin, Illustratorin und Autorin – und Expertin für Positionierung und Akquise in der Kreativwirtschaft. Sie unterstützt seit über 15 Jahren Menschen dabei, sich in der Kreativwirtschaft nachhaltig zu positionieren und wirksame Akquise zu machen.
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*Disclaimer: Der Podcast will und kann eine rechtssichere, psychotherapeutische oder medizinische Beratung nicht ersetzen. Die hier geteilten Inhalte basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind konkrete Einzelfall-Beschreibungen. Deshalb hafte ich nicht für die hier geäußerten Inhalte. Die zur Verfügung gestellten Informationen begründen auch kein Beratungsverhältnis. Bitte triff deine Entscheidungen für dich selbst und hole dir im Zweifelsfall rechtliche oder andersweitige Unterstützung. Die gesammelten Informationen spiegeln den Stand des Veröffentlichungsdatums wider.
Transkript anzeigen
00:00:00: Dr. Franziska Walther: Das ist eine Folge vom Podcast »Vom Portfolio zur Marke | Business-Strategien für Kreative«, der bis zum 12. August 2026 »Der Portfolio-Podcast | Erfolgreich in Illustration und Design« hieß. / Hast du manchmal Angst, Entscheidungen zu treffen, weil du befürchtest, dich falsch zu entscheiden? Und dann schiebst du die Entscheidung immer wieder vor dir her und fühlst dich blockiert. In der heutigen Folge zeige ich dir, wie du diese Angst umschifft. Dazu nehme ich dich mit in meinen Positionierungsprozess und ich zeige dir, wie ich gerade eine Entscheidung korrigiere, die ich vor fünf Jahren getroffen habe.
00:00:27: Dr. Franziska Walther: Damals war sie richtig. Heute passt sie nicht mehr. So was passiert ja öfters mal beim Positionieren. Und wir sprechen heute darüber, wie du mit so etwas umgehst. Heute erfährst du auch, wie du deine Angebote so verpackst, dass Kund*innen verstehen, was sie bekommen. Wir sprechen über Rebranding und was es da zu beachten gilt. Und du erfährst endlich auch, was der große Paukenschlag ist, den ich hier schon seit einigen Wochen angekündigt habe.
00:00:53: Dr. Franziska Walther: Und in diesem Sinne: Herzlich willkommen im Podcast »Vom Portfolio zur Marke«. Hier erfährst du, wie du dich mit deiner kreativen Arbeit als starke Marke positionierst, damit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wir sprechen auch darüber, wie du mit selbstbestimmten Entscheidungen deine Selbstständigkeit so gestaltest, dass dein Herz auch in Zukunft noch für deine kreative Arbeit brennt. Mein Name ist Dr. Franziska Walther. Ich bin selbst Designerin, Illustratorin und Autorin.
00:01:24: Dr. Franziska Walther: Und jetzt geht’s los. Die heutige Folge ist Teil meiner Mini-Serie »Positionierung Live«. Denn ja, Anfang des Jahres habe ich mich entschieden, meine Angebote zu überprüfen und zu schärfen, mich also um zu positionieren. Dass ich das machen wollte, wusste ich schon eine ganze Weile. Bei mir hatte sich schon seit einiger Zeit so ein Gefühl eingestellt, dass meine Angebote und meine Marken-Aufstellung nicht mehr so präzise sind bzw. sich nicht mehr so präzise anfühlen, wie ich das gerne hätte.
00:01:55: Dr. Franziska Walther: Alles hat sich so ein bisschen ausgefranst angefühlt. Und im März 2026 war es dann endlich so weit. Es war Zeit, das Fransen-Gefühl nicht mehr vor mir herzuschieben, sondern es konkret anzugehen. Warum ich das so lange vor mir hergeschoben habe? Na ja, also so ein Positionierungsprozess hinterfragt ja alles. Es ist ein Aufräum-Prozess, so ein bisschen so, wie wenn Marie Kondo vorbeikommt und fragt: Does it still spark joy? Und ja, ab und an aufzuräumen ist sinnvoll und wichtig.
00:02:28: Dr. Franziska Walther: Aber es fühlt sich deshalb ja nicht automatisch gut an! Nachdem ich dann mit der Positionierung begonnen habe, habe ich mich deshalb auch öfters mal so gefühlt, als ob der Boden unter meinen Füßen schwankt. Denn wenn ich in meinem Business alles in Frage stelle, dann rüttelte ich sozusagen ganz doll am Fundament des Hauses. Und das kann sich zeitweilig wirklich unkomfortabel anfühlen.
00:02:51: Dr. Franziska Walther: Gleichzeitig bedeutet eine Positionierung ja immer auch Veränderung. Und auch wenn ich weiß, dass Veränderung die einzige Konstante im Leben ist und grundsätzlich auch eine wirklich gute Sache – denn nur so ist Weiterentwicklung möglich. Trotzdem fühlt sich Veränderung bei Machen eben oft gar nicht toll an. Denn mit der Veränderung bewege ich mich ja ins Unbekannte und das fühlt sich an, als ob ich im Dunkeln herum tappe, ohne zu wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin.
00:03:18: Dr. Franziska Walther: Das erzeugt schnell Angst. Dazu kommt ja auch noch, dass es sich häufig beim Positionieren erst sehr viel später zeigt, ob die getroffenen Entscheidungen beim Tappen im Dunkeln richtig waren. Und das, was ich heute mit dir teile, ist ein total gutes Beispiel dafür. Ich bin jetzt in meinem Prozess an einem Punkt angekommen, an dem ich in die Umsetzung gehe.
00:03:41: Dr. Franziska Walther: Das bedeutet, dass ich nicht mehr nur über meine Positionierung nachdenke und Strategien stricke, sondern ich gehe konkrete Schritte. Und aus Erfahrung weiß ich, dass das hier ein ganz gefährlicher Punkt im Positionierungsprozess ist. Hier bleiben viele hängen, weil es deutlich einfacher ist, über Strategien nachzudenken, als konkret zu werden. Das Nachdenken ist ja erst einmal alles nur Theorie auf Papier.
00:04:08: Dr. Franziska Walther: Aber wenn es dann darum geht, die Strategien umzusetzen, dann grätscht schnell mal Angst oder Perfektionismus hinein. Weil: ich denke ja nicht mehr nur über die Veränderung nach, sondern ich verändere mich. Und ich bin genau an so einem Punkt angekommen. Ich verändere: ich baue meine neue Webseite, ich setze mein 14-Wochen-Gruppen-Programm komplett neu auf. Ich passe meine Prozesse an und feinjustiere meine Akquise. Und ich verpacke meine Angebote neu.
00:04:38: Dr. Franziska Walther: Und heute stelle ich dir eine dieser neuen Verpackungen vor. Denn heute bekommt der Podcast ... Trommelwirbel ... einen neuen Namen. Du hast es vielleicht schon im Intro gehört. Ab heute heißt der Portfolio-Podcast »Vom Portfolio zur Marke«. Eins dieser ausgefransten Dinge, die mich nämlich schon seit langem an meiner aktuellen Aufstellung stören, ist, dass meine Angebote Namen haben, die nur einen Bruchteil von dem beschreiben, was die Angebote eigentlich leisten.
00:05:12: Dr. Franziska Walther: Und das ist ein Problem. Denn wenn draußen was anderes draufsteht als drin ist, dann ist es so viel schwerer, die richtigen Menschen damit zu erreichen. Das gilt übrigens genauso für Designleistungen. Wenn du Grafikdesign drauf schreibst, aber eigentlich Branding und Marktentwicklung machst, dann ziehst du damit die falschen Kund*innen an. Denn auch wenn Grafikdesign natürlich ein Teil von Branding und Marktentwicklung ist, bekommen deine potenziellen Kund*innen trotzdem einen falschen Eindruck, was du anbietest.
00:05:44: Dr. Franziska Walther: Und mein Podcast-Name ist das beste Beispiel dafür. Wenn du hier schon eine Weile zuhörst, dann weißt du, dass es hier um so viel mehr geht als um Portfolios. Der Name Portfolio-Podcast suggeriert aber genau das: Portfolio-Konzeption und -Gestaltung. Und auch mein 14-Wochen-Programm, die Portfolio-Akademie, die betrifft das. Denn auch dort habe ich in den letzten Jahren immer wieder das Feedback von Menschen bekommen, dass sie etwas anderes erwartet hatten, als sie in das Programm gestartet sind.
00:06:16: Dr. Franziska Walther: Sie dachten, es gehe um den Portfolio-Aufbau mit allem, was dazugehört. Dabei geht es doch um so viel mehr: um künstlerische Vision, wirtschaftliche Aufstellung, Markenaufbau und wie es gelingt, langfristig erfolgreich Akquise zu machen. Also so viel mehr als nur reine Portfolio-Themen. Und interessanterweise war diese Diskrepanz zwischen Namen und Inhalt bei der Portfolio-Akademie von Anfang an da.
00:06:42: Dr. Franziska Walther: Denn von Anfang an ging es in der Portfolio-Akademie darum, sich ganzheitlich zu positionieren, also wirtschaftlich wie künstlerisch. Und trotzdem habe ich mich vor fünf Jahren für die Namen Portfolio-Akademie und Portfolio-Podcast entschieden. Und ja, jetzt könntest du natürlich ganz berechtigt fragen: Franziska, warum eigentlich? Hast du dir damals einfach nicht genug Zeit genommen? War das ein Fehler?
00:07:07: Dr. Franziska Walther: Hmmm, ja, vielleicht habe ich mir wirklich damals zu wenig Zeit dafür genommen. Allerdings habe ich damals wirklich eine Weile über die Namen nachgedacht und ich hatte gute Gründe dafür. Damals fand ich die Idee gut, alles, was ich im Bereich Positionierungs-Beratung mache, mit dem Begriff Portfolio zusammen zu halten. Also Portfolio-Akademie, Portfolio-Podcast, Portfolio-Checkliste, Portfolio-Challenge.
00:07:34: Dr. Franziska Walther: Und das ist nicht nur copywriting-mäßig eine Klammer. Das Portfolio bzw. Probleme mit dem Portfolio sind eben oft auch der Startpunkt, an dem viele Kreative in die Positionierung starten. Und ich dachte, mit meiner Namens-Klammer hole ich genau diese Menschen an der Stelle ab, wo sie ein echtes, spürbares Problem haben. Kurze Randnotiz in eigener Sache: Weil wir hier gerade bei Portfolios sind. Vielleicht hast du ja mal Lust, live Feedback von mir zu deinem Portfolio zu bekommen.
00:08:05: Dr. Franziska Walther: Das geht. Denn ich biete regelmäßig das Portfolio-Live an. Das ist ein Meeting auf Zoom, in dem ich ein echtes Portfolio review. Für 0,00 Euro und in einem persönlichen Gespräch. Das nächste Portfolio-Live findet am 20. August 2026 statt und bis zum 17. August kannst du dein Portfolio sogar noch einreichen. Ich wähle jedes Mal ein Portfolio aus den Einreichungen aus. Oder aber du kommst einfach nur dazu und lernst beim Zuschauen. Geht beides.
00:08:37: Dr. Franziska Walther: Den Link zur Anmeldung findest du den Shownotes. Okay und damit Randnotiz Ende. Weiter geht’s. Wie gesagt, ich hatte damals für diese Portfolio-Namen gute Gründe. Allerdings erinnere ich mich auch noch daran, dass ich dachte: Okay, ich bleib jetzt erst mal bei dieser Portfolio-Klammer und den Podcast kann ich ja jederzeit umbenennen. Das stimmt so nicht. Denn jede Art von Rebranding birgt eben immer auch ein ganz schön großes Risiko in sich.
00:09:08: Dr. Franziska Walther: Nehmen wir mal meinen Podcast-Namen. Hier kann es bei einem Rebranding natürlich passieren, dass Menschen das nicht mitbekommen und auf einmal die Marke nicht mehr wiedererkennen. Auch die SEO-Auffindbarkeit kann durch so ein Rebranding schlechter werden. Und es kann auch passieren, dass sich die treuen und loyalen Menschen plötzlich vom neuen Rebranding nicht mehr angesprochen fühlen. Man kann mit hektischen Rebranding-Aktionen also wirklich viel kaputt machen.
00:09:35: Dr. Franziska Walther: Und ja, das ist ein Risiko, das wir alle beim Positionieren tragen müssen. Und vielleicht denkst du jetzt: Hey Franziska, das klingt jetzt so, als ob die Angst vor Fehlern total berechtigt ist. Wolltest du nicht einen Weg aufzeigen, mit der wir die Angst irgendwie vermeiden können? Ja, habe ich schon gesagt, aber ich habe nicht vermeiden gesagt. Ich habe Umschiffen gesagt.
00:09:56: Dr. Franziska Walther: Und das Umschiffen machen wir, indem wir auf drei Positionierungs-Realität schauen. Lass uns mal mit Positionierungs-Realität Nummer eins anfangen. Und diese Realität heißt: Die Angst gehört dazu. Es ist total menschlich, Angst vor Fehlern in deinem Prozess zu haben. Aber diese Angst wird nicht dabei helfen, Fehler zu vermeiden. In deiner Positionierung wirst du ganz sicher Entscheidungen treffen, die du später wieder verwerfen wirst.
00:10:26: Dr. Franziska Walther: Und das ist auf eine gewisse Art und Weise sogar notwendig und sogar gut. Denn dadurch lernst du. Nehmen wir mal als Beispiel meinen Podcast-Namen. Klar, der passt heute nicht mehr. Heute könnte ich also auch sagen: Ja, das war damals ein Fehler. Aber es ist wirklich sehr einfach in der Zukunft so oberschlaubie-schlumpf-mäßig alles besser zu wissen und solche Urteile über die Vergangenheit zu treffen.
00:10:50: Dr. Franziska Walther: Im Nachhinein ist immer alles so viel klarer und eindeutiger. Aber diese kritische Oberschlaubie-schlumpf-Stimme im Kopf tut ja so, als ob es immer die perfekte Lösung gibt, die erlaubt, fehlerfrei durchs Leben zu gehen. Und das ist halt einfach nicht so! Ich erlaube mir deshalb in meinem Positionierungsprozess ein Mindset, das Fehler als Teil des Weges sieht. Und anstatt den alten Podcast-Namen als wirklichen Fehler zu sehen, sehe ich ihn als Entwicklungsschritt.
00:11:18: Dr. Franziska Walther: Denn Positionierung ist ja nicht in Stein gemeißelt. Sie ist niemals fertig. Und das ist auch gut so, denn ich bin heute nicht mehr die, die ich vor fünf Jahren war und mein Business ist das auch nicht mehr. Jede Person fängt genau dort an, wo sie gerade steht. Und wir können nur an genau dieser Stelle loslaufen und uns die Erlaubnis geben, beim Laufen Dinge zu verändern, anzupassen und weiter zu entwickeln.
00:11:42: Dr. Franziska Walther: Das ist die Positionierungs-Realität Nummer eins. Angst gehört dazu. Lasst uns mal weitermachen mit Positionierungs-Realität Nummer zwei und die heißt: Risiko gehört auch dazu. Die Oberschlaubie-schlumpf-Stimme im Kopf tut ja auch so, als ob eine perfekte Lösung dafür sorgt, dass es kein Risiko mehr gibt. Aber auch das stimmt ja so überhaupt nicht. Veränderung kommt immer mit Risiken daher.
00:12:09: Dr. Franziska Walther: Und wenn wir kein Risiko eingehen, dann wird sich auch nichts verändern. Aber dafür gibt es ja noch die Positionierungs-Realität Nummer drei. Und die heißt: Deine Entscheidung triffst du mit bestem Wissen und Gewissen. Denn auch wenn das Risiko immer mit im Veränderungs-Bus mit drin sitzt, sozusagen – du kannst das Risiko natürlich abwägen, dich gut informieren und mit bestem Wissen und Gewissen selbstbestimmte Entscheidungen treffen und damit dann einen mutigen Sprung ins kalte Wasser wagen.
00:12:39: Dr. Franziska Walther: Mutig zu sein bedeutet nicht, halsbrecherisch und aktionistisch einfach irgendwas auszuprobieren. Sondern es bedeutet, trotz Angst, Zweifel und möglicher Gefahren zu handeln, um ein wichtiges Ziel zu erreichen. Und dieses Handeln kannst du gut informiert und strategisch angehen. Und deshalb teile ich heute mit dir auch noch einmal, über welche Sachen ich so strategisch nachgedacht habe im Positionierungsprozess des Podcasts.
00:13:08: Dr. Franziska Walther: Zu allererst habe ich dabei überlegt, wie ich den Namen ändern kann, sodass er immer noch zu meinem Markenkern passt. Die Namen meiner Angebote sollen mich und meine Arbeit ja repräsentieren. Als ich mich zum Beispiel damals für meinen Designstudio-Namen Sehenistgold entschieden habe, waren zwei Sachen besonders wichtig. Einerseits die Eigenständigkeit, also die Frage: Gibt es noch irgendwas anderes mit diesem Namen?
00:13:32: Dr. Franziska Walther: Aber dann war da noch mein Markenkern, also die Frage, ob der Studio-Name zu meinen Werten und zu mir passt. Und ja, in meiner Arbeit ist mir wichtig, dass meine kreative Arbeit Mehrwert generiert. Ich dekoriere nichts, ich mache nichts hübsch. Ich helfe meinen Kund*innen, ihre Ziele zu erreichen. Und das hat Wert. Ein Pro-Argument für Sehenistgold war deshalb auch, dass der Name an sich schon Wert kommuniziert.
00:14:00: Dr. Franziska Walther: Gold ist ja etwas Wertvolles. Aber der Name visualisiert eben auch in sich, was meine Arbeit leistet. Weil ja dieser Link zur Redewendung »Reden ist Silber, Schweigen ist Gold« da ist, suggeriert der Name eben auch, dass Sehen für Kommunikation noch so viel besser ist als Reden. Und das stimmt ja auch. Sehen geht einfach schneller als Reden oder Lesen. Visuelle Kommunikation ist unmittelbarer als Text-basierte Kommunikation.
00:14:28: Dr. Franziska Walther: Und beim neuen Podcast-Namen habe ich vom Prinzip nach etwas Ähnlichem gesucht. Nach einem Namen, der sofort anzeigt, was drin ist. Der neue Name »Von Portfolio zur Marke« macht ja genau das. Er beschreibt einen Weg von Punkt A zu Punkt B und zeigt auch, was das Ergebnis dieses Weges ist. Startpunkt ist das Portfolio. Ziel des Weges ist eine starke Marke.
00:14:53: Dr. Franziska Walther: Der Begriff Portfolio wird somit auch thematisch verortet. Im Bereich Markenaufbau und Branding. Das war mir wichtig, denn der Begriff Portfolio wird ja nicht nur in der Kreativbranche benutzt, sondern auch in der Wirtschaft. Dort gibt es Aktiens-Portfolios und Investitions-Portfolios und auch Immobilien-Portfolios. Und hiervon sollte der neue Name sich ganz eindeutig abgrenzen. Außerdem wollte ich auch, dass das Wort Portfolio weiterhin im Namen des Podcasts auftaucht, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass bei Namensänderungen sich die alten Namen wirklich lange halten.
00:15:29: Dr. Franziska Walther: Das heißt, wenn man etwas umbenennt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass viele Menschen sehr, sehr lange noch den alten Namen benutzen werden. Und ja, die Wörter, die im Titel vorkommen, sind ja nicht nur direkte Wert-Kommunikation, sondern die haben ja auch so eine SEO-Relevanz. Also so eine »Search Engine optimal«-Relevanz. Wenn eine Person also ab heute den Namen »Portfolio Podcast« sucht, dann möchte ich natürlich immer noch, dass mein Podcast weiterhin in der Suche auftaucht.
00:15:57: Dr. Franziska Walther: Auch mein Google Ranking möchte ich gerne behalten. Und auch das war ein wichtiger Grund, den Begriff Portfolio im neuen Namen zu integrieren. Gleichzeitig habe ich aber auch noch so ein paar Branding-Entscheidungen getroffen. Denn zu Beginn habe ich erst mal gedacht: »Also wenn ich den Podcast schon benenne, dann richtig. Dann brauche ich auch ein neues Foto von mir für das Podcast-Cover und da muss ich eigentlich auch alles ändern.«
00:16:20: Dr. Franziska Walther: Die Webseite, das Branding, das Wording, das ich im Intro benutze. Aber nach einer Weile habe ich gemerkt, es geht ja auch anders und der andere Weg passt aktuell deutlich besser zu meinen Zielen. Deshalb habe ich mich anstatt für ein komplettes Rebranding mit Paukenschlag und komplett Makeover für eine organische hinein wachsende Strategie entschieden. Vielleicht ist dir schon beim Blick auf die heutige Folge aufgefallen, dass sich wirklich nur der Name verändert hat.
00:16:47: Dr. Franziska Walther: Das Coverfoto ist immer noch das gleiche. Und das ist kein Fehler und auch keine Faulheit. Und ich habe es auch nicht einfach nur verbummelt, sondern das war eine ganz bewusste Entscheidung. Denn es war mir wichtig, dass die Menschen, die den Portfolio-Podcast kennen, ihn auch sofort wiedererkennen. Trotz des neuen Namens. Und für das Wiedererkennen ist das Coverfoto so viel wichtiger als der Name.
00:17:11: Dr. Franziska Walther: Weil es das ist, was man als allererstes sieht. Mit der Entscheidung, das Cover zu behalten, sorge ich also für eine visuelle Kontinuität. Diese großen Rebranding-Kampagnen von Unternehmen und Marken, die du mit Sicherheit schon mal gesehen hast, wo mit großem Trommelwirbel, Pressemitteilungen und viel Tamtam das neue Branding eingeführt wird, die haben natürlich ihre Berechtigung. Ich habe sie selbst schon mit Kund*innen gemacht.
00:17:36: Dr. Franziska Walther: Aber es gibt genauso viele Fälle, in denen es total sinnvoll ist, das Rebranding Schritt für Schritt organisch wachsen zu lassen. Deshalb ist mein Anspruch aktuell: Progress, not Perfektion. Progressive Weiterentwicklung anstatt perfekte Sofortlösung. So, das war der Einblick in meinen aktuellen Positionierungsprozess. Und jetzt habe ich eine Frage an dich: Wo in deinem Business steht denn draußen auf dem Angebot etwas drauf,
00:18:02: Dr. Franziska Walther: das drinnen eigentlich etwas ganz anderes ist? Beziehungsweise: wo zeigst du nicht genau das, wofür du beauftragt werden möchtest? Und ich habe noch zwei Tipps. Tipp Nummer eins: Schau mal mit genau dieser Fragestellung auf deine Portfolios. Ich bin gespannt, was du herausfindest. Und dann noch Tipp Nummer zwei: Überprüfe auch total gerne mal deine Positionierung – mit meinem neuen Drei-Minuten-Check.
00:18:27: Dr. Franziska Walther: Der ist nigelnagelneu. Und dauert diesmal wirklich nur drei Minuten und du bekommst sofort eine Bewertung zu vier Kategorien deiner Positionierung, inklusive Tipps, wie du hier noch weiter wächst. Schritt für Schritt. Mutig. Und mit selbstbestimmten Entscheidungen. Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freue mich auf dich. Bis dahin.
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