Warum mir gerade die Puste ausgeht – und wie ich sie mir zurückhole (Positionierung Live Pt. 5)

Shownotes

211 / Du bist mitten in einem großen Vorhaben – und plötzlich fühlt es sich an, als würdest du gegen eine Wand laufen?

Die anfängliche Motivation ist verflogen, die Belohnung weit weg, und die Zweifel werden lauter. Genau so geht es mir gerade. In dieser Folge nehme ich dich mit auf meine persönliche Reise mit meiner aktuell laufenden Umpositionierung. Und ich zeige dir, wie ich es schaffe, trotzdem weiterzumachen.

In dieser Folge erfährst du:

  • Warum langfristige Prozesse so viel Kraft kosten und warum das völlig normal ist.
  • Wie du deine Selbstwirksamkeit stärkst, um auch ohne sofortige Belohnung dranzubleiben.
  • Drei konkrete Strategien (Zeitreisen, Mini-Schritte und Vorbilder), die mir helfen, meine Motivation zurückzuholen.

Für wen ist diese Folge? Für alle, die gerade in einem langfristigen Projekt feststecken (z. B. Umpositionierung, Markenaufbau, Akquise) und sich fragen: »Schaffe ich das wirklich?«


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Alle Infos zur Folge #211 inklusive Links und einem kompletten Transkript findest du in den Shownotes.


Das ist der Podcast »Vom Portfolio zur Marke | Business-Strategien für Kreative«, der bis zum 12. August 2026 »Der Portfolio-Podcast | Erfolgreich in Illustration und Design« hieß.

Hier erfährst du, wie du dich mit deiner kreativen Arbeit als starke Marke positionierst, damit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und mit selbstbestimmten Entscheidungen deine Selbstständigkeit so gestaltest, dass dein Herz auch in Zukunft noch für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer Solo-Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Dr. Franziska Walther ist selbst Designerin, Illustratorin und Autorin – und Expertin für Positionierung und Akquise in der Kreativwirtschaft. Sie unterstützt seit über 15 Jahren Menschen dabei, sich in der Kreativwirtschaft nachhaltig zu positionieren und wirksame Akquise zu machen.


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*Disclaimer: Der Podcast will und kann eine rechtssichere, psychotherapeutische oder medizinische Beratung nicht ersetzen. Die hier geteilten Inhalte basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind konkrete Einzelfall-Beschreibungen. Deshalb hafte ich nicht für die hier geäußerten Inhalte. Die zur Verfügung gestellten Informationen begründen auch kein Beratungsverhältnis. Bitte triff deine Entscheidungen für dich selbst und hole dir im Zweifelsfall rechtliche oder andersweitige Unterstützung. Die gesammelten Informationen spiegeln den Stand des Veröffentlichungsdatums wider.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hast du schon mal dein großes Vorhaben gestartet, über dem klar war, dass es viele Monate dauern würde bis es fertig ist und zu Beginn warst du total motiviert.

00:00:10: hattest Lust und Energie und bist optimistisch losgestiefelt.

00:00:13: Aber dann nach ein paar Monaten wurde es anstrengend denn es dauerte länger als du dachtest und die Belohnung für die du losgelaufen bist die kam einfach nicht.

00:00:23: aber was dann kam waren Zweifel und die wurden immer größer.

00:00:28: Mir geht es gerade genauso und ich teile heute mit dir, warum das bei mir gerade so ist.

00:00:33: Und welche Strategien ich benutze um trotz der Zweifel und trotz der Anstrengung weiterzumachen.

00:00:40: Denn ja!

00:00:41: Ich habe viel vor und bin mir ganz sicher – du auch.

00:00:44: Deshalb ist es wichtig weiterzumachen.

00:00:47: Das ist heute Teil fünf meiner Minipodcast-Serie »Positionierung live«, in der du mir dabei zuhören kannst wie ich mich meine Marke und meine Angebote gerade umpositioniere.

00:00:57: und in diesem Sinne: Herzlich willkommen im Podcast »Vom Portfolio zur Marke« (bis 08/2026 bekannt als »Der Portfolio-Podcast«)

00:01:05: Hier fährst du, wie du dich mit deiner kreativen Arbeit als starke Marke positionierst um damit gut zu dir passende Aufträge zu akquirieren und du erfährst auch, wie Du mit selbstbestimmten Entscheidungen Deine Selbstständigkeit so gestaltest dass dein Herz auf ein Zukunft noch für deine kreative Arbeit brennt.

00:01:24: Mein Name ist Dr. Franziska Walther und ich bin selbst Designerin, Illustratorin und Autorin.

00:01:29: Und jetzt geht’s los!

00:01:31: Am Wochenende saß ich mit meinem Morgenkaffee am Fenster und schaute raus.

00:01:36: Und dabei habe ich mich gefragt, wie geht es mir eigentlich gerade?

00:01:40: Und hier musste ich mir eingestehen dass es mir aktuell nicht so gut geht!

00:01:45: Ich bin gerade frustriert, ich bin müde und ich bin erschöpft.

00:01:49: In den letzten Monaten habe ich mein Business auf dem Kopf gestellt, aufgeräumt, aussortiert und viele neue und viele gute Dinge angestoßen und ins Rollen gebracht.

00:01:59: Das mache ich in einem Umpositionierungsprozess, der schon seit März 2026 läuft, also schon knapp fünf Monate lang.

00:02:08: Und ja, zu Beginn war ich voller Tatendrang.

00:02:11: Die Entscheidung für die Veränderung habe ich davor monatelang vor mir hergeschoben und als die Entscheidung denn endlich gefallen war, hat das ganz viel Energie freigesetzt.

00:02:21: aber jetzt, nach fünf Monaten, fühlt sich alles zäh wie Kaugummi an!

00:02:26: Die Euphorie des Anfangs ist aufgebraucht und im Moment ist jeder Schritt harte Fleißarbeit.

00:02:33: Das, was sich für mich gerade besonders schwierig anfühlt, ist die zeitliche Dimension dieses Transformationsprozesses.

00:02:40: Im März ging es ja los – da habe ich eine Liste von Sachen identifiziert, die sich nicht mehr passend anfühlen und die ich in meinem Business ändern möchte.

00:02:48: Und deshalb habe ich einen Berg an Arbeit vor mir aufgetürmt. Und den werde ich noch weit bis ins nächste Frühjahr abarbeiten.

00:02:57: Und erst nächstes Jahr im Juni werde ich wissen, ob sich die ganze Arbeit überhaupt gelohnt hat.

00:03:03: und ja das ist schwer auszuhalten!

00:03:05: Die zeitliche Dimension des Prozesses ist wenig greifbar und die Belohnung für meine Anstrengungen kommt erst am Ende eines langen Weges.

00:03:14: Das fühlt sich gerade so ein bisschen an, als ob ich hinter einer Mohrrübe herlaufe, die soweit weg ist dass ich die Augen zusammenkniepen muss, um sie überhaupt sehen zu können.

00:03:24: Und so richtig in die Hand nehmen werde ich diese Mohrrübe erst nächstes Jahr im Juni.

00:03:28: Bis dahin brauche ich Vertrauen in meinen Weg und ich muss auch aushalten, dass ich bis dahin keine wirkliche Bestätigung bekomme, ob meine Umpositionierungsstrategie, die ich mir gerade ausgedacht habe, funktioniert oder nicht.

00:03:43: Da schleichen sich schnell Zweifel ein.

00:03:46: Zum Beispiel ploppt da ab und an diese Stimme in meinem Kopf auf, die fragt: »Sag mal? Bist du eigentlich immer noch auf dem richtigen Weg?«

00:03:53: »Warum dauert denn das alles so lange? Und hast du nicht vielleicht irgendwas falsch

00:03:57: gemacht?!«

00:03:58: Ich wünsche mir gerade so sehr einen Beweis, dass meine Strategie funktioniert.

00:04:03: Aber bis der Beweis kommt wird, noch so viel Zeit vergehen!

00:04:07: Und ja damit bin ich nicht alleine – jeder Mensch, der mal ein großes Vorhaben gestartet hat, das über mehrere Monate bis Jahre lief, erkennt diese Stimme.

00:04:16: Wir sitzen da also alle im gleichen Boot. Weil bei allem, was über sechs Monate dauert, das Durchhalten selbst eine Aufgabe ist.

00:04:24: Also schwer wird!

00:04:26: Warum ist das so?

00:04:27: Weil das Gefühl von Dringlichkeit, dass zu Beginn noch ganz viel Kraft freisetzt hat, zum Beispiel über die Zeit nachlässt.

00:04:34: Auf eine gewisse Art und Weise findet da ein Gewöhnungsprozess statt. Und selbst, wenn die Sache auch nach Monaten immer noch dringlich ist, fühlt sie sich nicht mehr so dringlich an.

00:04:45: Gleichzeitig haben langfristige Prozesse oft keine klaren A-nach-B-Verläufe.

00:04:51: Selbst wenn wir zu Beginn bei A starten und auf ein ganz klares B zulaufen, verändert sich oftmals das B im Prozess – und das bedeutet dass wir immer wieder beim Laufen agil unsere Richtung anpassen müssen!

00:05:04: Und ja …

00:05:04: Das kostet Kraft und macht auf Dauer müde.

00:05:08: Was hier helfen würde, um wieder mehr Motivation zu bekommen,

00:05:12: wäre ein Erfolgsergebnis.

00:05:14: Aber in langfristigen Prozessen lässt auch das oft lange auf sich warten, bis es denn dann gegebenenfalls irgendwann vielleicht mal kommt. Und durch die fehlende Belohnung wird es für uns immer schwerer, die Motivation zu finden, weiterzumachen.

00:05:28: Und ja, zu guter Letzt ist es auch recht normal dass wir in langfristigen Prozessen mit vielen einzelnen Aufgaben nach einiger Zeit auch mal die Übersicht verlieren.

00:05:38: Dann braucht es nur noch einen kleinen Schritt in die falsche Richtung und wir verzetteln uns!

00:05:43: Sich hier wieder aufzurappeln, immer wieder, um wieder Stringenz reinzubringen in den Prozess, das kostet Kraft.

00:05:51: Durch diese lange Liste von Herausforderungen geht über die Zeit in langfristigen Prozessen deshalb sehr schnell mal die Selbstwirksamkeit flöten.

00:05:59: Dabei brauchen wir die in lang andauenden Prozesse ganz besonders doll.

00:06:04: Selbstwirksomkeit ist ja diese innere Überzeugung, dass wir Probleme mit unserem Handeln und unserer Kompetenz erfolgreich bewältigen können.

00:06:13: Und ja, Selbstwirksamkeit ist eine echte Superkraft.

00:06:17: Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit setzen sich höhere Ziele, gehen diese lösungsorientiert an und bleiben auch in schwierigen Aufgaben länger dran.

00:06:26: Gleichzeitig erholen sie sich schneller von Rückschlägen – und sie lernen mehr aus den Fehlern, die auf dem Weg passieren!

00:06:33: Wenn die Selbstwirksamkeit flöten geht, dann schleichen sich Gedanken ein wie «Oh mein Gott, ich schaff das nicht», oder »Kann ich das denn überhaupt?«

00:06:42: Ich bin mir sicher, dass diese Stimme auch schon einmal in deinem Kopf aufgeploppt ist und deshalb teile ich heute mit dir die drei Dinge, die ich nach meinem Ahamoment am Wochenende gemacht habe, um mir dabei zu helfen, weiterzulaufen.

00:06:55: Auch wenn es mir gerade schwer fällt!

00:06:58: Ich stelle dir heute also drei Strategien vor und alle drei stärken deine Selbstwirksamkeit – also deine Superkraft.

00:07:07: Lass uns mal mit Strategie Nummer eins beginnen und die heißt: Mache eine Zeitreise.

00:07:12: Als ich da am Wochenende realisiert habe, dass es mir gerade nicht gut geht, habe ich daraufhin meinen imaginären Koffer geparkt und bin auf Reisen gegangen.

00:07:22: Zuerst bin ich in eine positive Zukunft gereist. Dort habe ich mir vorgestellt, was passiert, wenn ich meinen Positionierungsprozess durchhalte und ich meine Ziele erreiche.

00:07:33: Ich hab mir also so bildhaft wie möglich vorgestellt, wie sich mein Leben verändern wird, wenn ich bis nächstes Jahr im Juni durchhalte.

00:07:42: Damit habe ich mich also bewusst daran erinnert, warum ich meine Umpositionierung überhaupt angestoßen habe. Und dafür gab es bei mir zwei Hauptkunde.

00:07:52: Erstens wollte ich, dass mein Business einfacher wird – nicht komplizierter, nicht komplexer, sondern klarer und einfacher.

00:08:00: Das heißt: Nicht noch ein Standbein mehr neben meinen aktuell schon fünf Standbeinen, sondern lieber zwei weniger!

00:08:07: Lieber einfache Prozesse als komplexe. Lieber ganz klare Angebote, die ein ganz klar definiertes Ergebnis liefern, anstatt Angebote, die alles auf einmal lösen wollen.

00:08:19: Das war Ziel Nummer eins – einfacher statt komplexer!

00:08:23: Und zweitens wollte ich mehr Zeit haben.

00:08:25: Ich arbeite seit vielen Jahren wirklich dauerhaft viel und ich arbeite auch wirklich gerne. Aber ich wünsche mir mehr Zeit für mich – vor allem, um Raum zu haben, mich weiterzuentwickeln.

00:08:36: Die letzten Jahre waren gut für mich. Aber da war nur wenig Raum für Veränderungen, weil eigentlich immer alles durchgetaktet war.

00:08:44: Wenn die eine Sache beendet war, ging die nächste eigentlich schon los. Und deshalb war mein Ziel Nummer zwei: Raum für Wachstum schaffen.

00:08:52: Das sind also meine zwei großen Ziele, mit denen ich meine Umpositionierung gestartet habe. Und in meiner Zeitreise in die Zukunft habe ich mir vorgestellt, was das konkret in meinem Leben positiv verändern würde.

00:09:06: Dieser Blick in diese positive Zukunft macht die Mohrrübe sozusagen greifbar, selbst wenn die Mohrrübe noch nicht in meiner Hand liegt. Und damit fällt es mir leichter, mich ganz bewusst zu entscheiden, weiterzulaufen. Denn am Ende ist das ja eine Entscheidung.

00:09:22: Ich setze den Fuß vor den anderen und jeder dieser kleinen Schritte ist eine kleine Entscheidung für diese positive Zukunft.

00:09:30: Aber dann bin ich auch noch einmal in eine Zukunft gereist, die mir zeigt, was passiert, wenn ich genau hier stehen bleibe.

00:09:38: Ich habe mir also auch nochmal so konkret wie möglich vorgestellt, was dann gleich bleibt.

00:09:44: Womit müsste ich mich arrangieren, wenn ich jetzt stehenbleibe?

00:09:48: Bin ich bereit, meine Ziele und Wünsche gehen zu lassen?

00:09:51: Und ja!

00:09:52: Hier gibt es keine richtige Antwort.

00:09:53: Denn natürlich kann es hier auch passieren, dass ich vielleicht merke: Ja, das Stehenbleiben ist für mich total okay.

00:09:59: Ich bin fein damit, wenn alles so bleibt wie es ist.

00:10:02: Aber ich habe dabei gemerkt, dass mir die Veränderung wirklich wichtig ist und deshalb bin ich nicht bereit, dass alles so bleibt, wie es ist.

00:10:10: Und dieser Perspektivwechsel in diese »negative« Zukunft hat mein Willen gestärkt, die Veränderungen proaktiv anzugehen und mich darauf einzulassen.

00:10:20: Ja, mit diesen beiden Zeitreisen hab ich mir also noch einmal mein Warum bewusst gemacht.

00:10:26: Warum bin ich eigentlich losgelaufen?

00:10:28: Was will ich anpassen und wie soll sich mein Leben dadurch positiv verändern?

00:10:33: Die Antworten auf diese Fragen erzeugen Sinn, und Sinn ist die Kraft, die mich weiterlaufen lässt.

00:10:39: Auf meine Motivation kann ich mich nicht verlassen – die fluktuiert je nach Tagesform, aber der Sinn in der Sache bleibt bei mir.

00:10:48: Immer.

00:10:49: Und deshalb helfen diese zwei Zeitreisen, deine Selbstwirksamkeit zu stärken.

00:10:53: Sie unterstützen dich, den Sinn in deinem Plan und auch an der Anstrengung zu erkennen!

00:10:59: Mit einem Gefühl von Sinnhaftigkeit können Menschen Berge versetzen.

00:11:04: Das funktioniert übrigens auch in der Akquise.

00:11:06: Deshalb hier eine kurze Randnotiz in eigener Sache.

00:11:09: Wenn du gerade Schwierigkeiten hast deine Akquise kontinuierlich zu machen, dann frag dich: Was ist denn die Alternative?

00:11:16: Was passiert, wenn du keine Akquise mehr machst?

00:11:19: Bist du bereit, die Konsequenzen zu tragen?

00:11:22: Wenn du dann merkst: Ja, ich will, aber ich bin total blockiert und stecke fest und komme nicht weiter.

00:11:29: Dann melde dich zum einem Akquisetraining »Mut zur Brücke« an, dass ich Ende August für 0,00 Euro anbiete.

00:11:35: Dort gehen mir genau solche Blockaden an. «Mut zur Brücke» ist mein 5-Tage-Workshop.

00:11:40: Wir treffen uns live, fünf Tage lang, jeden Morgen für 45 Minuten. Und am Ende der Woche verspreche ich dir. Du wirst du überrascht sein wie mutig du Akquise machst.

00:11:51: Anmelden kannst du dich für 0,00 Euro unter www.diegutemappe.de/workshop. Und den Link findest du auch in den Shownotes.

00:11:59: Okay, und damit Ende Randnotiz und weiter geht’s!

00:12:02: Meine Zeitreise hat mir also geholfen, meinen Warum wieder zu finden.

00:12:07: Aber trotzdem besteht ja noch die Frage im Raum, wie ich dran bleibe, wenn der Weg so lang ist.

00:12:12: Und das mache ich mit Strategie Nummer zwei für mehr Selbstwirksamkeit und die heißt: Zerlege deinen Prozess in mini-kleine Schritte und dokumentiere deine Erfolge.

00:12:23: Ein Grund, warum das Durchhalten sich für mich gerade so schwer anfühlt, ist die Mohrrübe, die da ganz weit hinten am Horizont baumelt.

00:12:31: Ich kann sie kaum sehen und ja, das fühlt sich richtig, richtig doof an!

00:12:36: Denn für Motivationen und Durchhaltevermögen sind Belohnungen essentiell – weil: das menschliche Gehirn das liebt Belohnung. Ohne Belohnung, keine Motivation.

00:12:46: Es ist also total menschlich, die Lust zu verlieren, wenn es keine Belohnung gibt.

00:12:52: Das liegt an unserem Gehirn – wir können also sozusagen nichts dafür!

00:12:56: Aber wir können was dagegen machen. Und zwar große Prozesse in viele kleine Minischritte aufteilen.

00:13:02: Das Ziel dieser Strategie ist also mehr Belohnungen und mehr Gründe zum Feiern zu kreieren.

00:13:09: Denn wenn ich mein großes Projekt in viele kleine Teilaufgaben aufteile, dann kann ich nicht nur einmal am Ende feiern, sondern im besten Fall alle paar Tage lang.

00:13:19: Und das hält das Dopaminsystem meines Gehirns aktiv und damit bleibt auch die Motivation bei mir.

00:13:27: Das weiß ich, theoretisch.

00:13:28: Aber mir ist am Wochenende aufgefallen, dass ich zwar seit Wochen fleißig To-Do-Listen mit Minischritten aufschreibe und diese auch genauso fleißige abhake. Und ja, ich belohne mich auch regelmäßig!

00:13:40: Ziemlich oft darf ich abends, wenn meine superlange Tages-To-Do-Liste abgehakt ist, zur Belohnung an meinem Ponybuch zeichnen. Und das macht mich total froh.

00:13:49: Aber ich nehme mir aktuell viel zu selten Zeit, um mal zurückzuschauen und zu sehen, was ich alles schon geschafft habe.

00:13:57: Das wöchentliche Mini-Feiern fühlt sich schon gut an, aber weil die Rückschau fehlt, spüre ich nicht den Fortschritt.

00:14:05: Dadurch fühlt es sich so an, als ob ich auf der Stelle trete. Denn ich sehe zwar die Teilerfolge, aber nicht, wie diese Schritt für Schritt etwas Großes zusammen aufbauen.

00:14:17: Nachdem mir das aufgefallen ist, habe ich meine To-Do Liste noch einmal umstrukturiert.

00:14:21: Dazu habe ich in meiner Projektmanagement-Datenbank ein eigenes Projekt angelegt für meine Umpositionierung.

00:14:27: So kann ich alle Aufgaben in diesem Container sammeln und ich kann jeden Freitag überprüfen, wie viel Zeit ich dafür investiert habe, welche Aufgaben ich schon erledigt habe und ich sehe auch wie sich die Teilaufgaben langsam zu etwas Großen zusammensetzen.

00:14:43: Klar kommen aktuell immer wieder neue Teilaufgaben dazu, agile Adaption und so.

00:14:48: Aber ich sehe trotzdem wie sich der Container langsam füllt!

00:14:52: Und ja auch das stärkt meine Selbstwirksamkeit, weil ich sehe, was ich alles schon geschafft habe.

00:14:59: Genau das ist Strategie Nummer zwei.

00:15:01: Aber zu guter Letzt habe ich da am Wochenende mich auch noch gefragt, was mir gerade Halt geben würde. Und das wäre dann Strategie Nummer drei und die heißt: Suche dir Vorbilder und Peers.

00:15:13: Menschen lernen ja durch Beobachten und Nachahmen.

00:15:17: Das heißt, durchs Imitieren haben wir alle schon Laufen gelernt – genau so lernen wir auch schwierige Aufgaben zu bewältigen!

00:15:25: Deshalb sind Vorbilder für die Stärkung der Selbstwirksamkeit eine echt gute Idee.

00:15:30: Denn in langfristigen Prozessen hilft es zu sehen, dass eine andere Person das auch schon geschafft hat.

00:15:36: Und wenn sie das kann, dann kann ich das doch auch.

00:15:40: Gleichzeitig ist es ja so: In langfristigen Transformationsprozessen passiert es schnell, dass wir mal die Übersicht verlieren.

00:15:47: Meterlange To-Do-Listen, mehrere Baustellen gleichzeitig: Portfolio, Angebote, Webseite, Akquise! Und in diesem Wollknäull aus Dingen brauchen wir Halt und Orientierung – und die kann eine Vorbildperson geben!

00:16:01: Denn mir hilft es, wenn da ein Mensch ist, von dem ich weiß, dass der genau das gleiche auch schon einmal durchgemacht hat.

00:16:09: Damit kann ich mich identifizieren und fühle mich im Umkehrschuss nicht mehr so alleine beim Gehen.

00:16:15: Und ja!

00:16:15: Das stabilisiert und nimmt die Angst vor’m Unbekannten.

00:16:20: Gleichzeitig frage ich mich aber auch beim Wählen meiner Vorbilder insgeheim: Wer bin ich denn?

00:16:26: Und wer will ich eigentlich sein?

00:16:29: Dadurch entsteht beim Vorbildwählen auch Orientierung.

00:16:33: Das Coole ist, dazu müssen die Vorbilder nicht unbedingt große Idole oder HeldInnen sein, die ich anhimmle.

00:16:40: Für die Orientierungshilfe reicht es, wenn ich mich mit Teilaspekten der Person identifizieren kann. Und deshalb hilft es mir gerade zum Beispiel sehr, Podcasts von anderen Personen zu hören, die auch durch Transformationsprozesse durchgehen – selbst, wenn mir die Menschen manchmal gar nicht hundert Prozent sympathisch sind.

00:16:59: Allein das Gefühl mit den Aufgaben, die ich gerade bewältigen muss, nicht allein zu sein, unterstützt. Aber ich habe in dem Zug auch noch einmal auf mein Positionierungsboard geschaut, auf den mich meine wirklichen HeldInnen notiert hab.

00:17:14: Also meine Leitsterne!

00:17:16: Denn die verkörpern ja Aspekte, wie ich meinen Leben leben möchte.

00:17:20: Deshalb habe ich mich hier dann auch nochmal gefragt, was sich an meinen »in Anführungszeichen« echten, richtigen Vorbildern schätze und wie mir diese Fähigkeiten gerade dabei helfen können, weiter zu laufen?

00:17:32: Denn was ich an meinen HeldInnen schätze, das schlummert auch in mir.

00:17:37: So, das waren also meine drei Strategien.

00:17:39: Strategie Nummer eins – mach eine Zeitreise, um dich mit deinem Warum zu verbinden.

00:17:44: Strategie Nummer zwei – zerlege deinen Prozess in kleine Schritte und dokumentiere deine Zwischenerfolge.

00:17:51: Und Strategie Nummer drei – suche dir Vorbilder und Peers, um Halt und Orientierung zu finden.

00:17:55: Und wenn dir vielleicht gerade auch die Puste in einem langfristigen Prozess ausgeht, wenn du dich also zum Beispiel gerade positionierst oder kontinuierlicher Akquise machst oder ein großes Projekt bearbeitest,

00:18:09: dann habe ich jetzt hier am Ende nochmal vier Fragen für Dich.

00:18:12: Frage Nummer eins: Wie wird sich dein Leben positiv verändern,

00:18:17: wenn Du durchhältst? Auch wenn es gerade schwer fällt?

00:18:22: Hast du’s?

00:18:22: Okay, dann Frage Nummer zwei: Was sind die Konsequenzen, wenn du nicht weitermachst?

00:18:31: Frage Nummer drei: Wie kannst Du Deine Zwischenerfolge feiern und dokumentieren?

00:18:37: Und Frage Nummer vier: Wo kannst Du Dir was abschauen und damit auch merken, dass Du mit deinen Herausforderungen nicht alleine bist?

00:18:46: Nimm dir gern Zeit für diese vier Fragen.

00:18:48: Schreib auch gerne mal auf, was dir als Antwort so eingefallen ist.

00:18:52: Und hier am Ende noch ein Tipp von mir: Überprüfe auch gerne deine Positionierung mit meinem neuen »3-Minuten-Check für Kreative« – der ist nigelnagelneu!

00:19:02: Er dauert diesmal wirklich nur drei Minuten und du bekommst sofort eine Bewertung zu vier Kategorien deiner Positionierungen, inklusive Tipps, wie du hier noch weiter wächst.

00:19:13: Schritt für Schritt! Und mutig und mit selbstbestimmten Entscheidungen.

00:19:17: Den Link zum »Check« findest du in den Shownotes. Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe!

00:19:22: Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freu mich auf dich!

00:19:25: Bis dahin. Tschüss.

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